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   August '06   Ernährung als Schutz vor und nach Krebs
Gesunde Ernährung als Grundvoraussetzung für die Gesundheit des Menschen
von Prof. Dr. Ingrid Gerhard

Die gesunde Ernährung ist eine Grundvoraussetzung für die Gesundheit des Menschen. Seit vielen Jahren weiß man, dass nicht nur die Kalorien zählen, die man in Form von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß zu sich nimmt, sondern dass in den Nahrungsmitteln neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen eine Fülle von sekundären Pflanzenstoffen enthalten sind, die der Körper unbedingt braucht, um sich gegen Krebs, Infektionen und Alterungserscheinungen zu schützen.
Viele Erwachsene konnten durch Umstellung ihrer Ernährung auf eine naturnahe, vollwertige Kost ihre Gesundheit nach Herzinfarkt, Krebs, Rheuma und anderen chronischen Erkrankungen wiedererlangen. Bei Kindern, die noch nicht chronisch geschädigt sind, kann man noch schnellere positive Resultate erwarten.
Der Schwerpunkt der gesunden Ernährung liegt auf der Zufuhr von möglichst viel Obst und Gemüse, Vollkorngetreideprodukten und Hülsenfrüchten und möglichst wenig Weißmehlprodukten, Industriezuckern und tierischen Produkten. Im Ernährungskreis ist dargestellt, welche Rolle die einzelnen Nahrungsmittelgruppen spielen, um Wohlbefinden, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, Fitness und Gesundheit zu erlangen und zu erhalten. Alle Lebensmittelgruppen liefern wichtige und teilweise lebensnotwendige Nährstoffe für den menschlichen Körper. In jeder Lebensmittelgruppe sollte möglichst abwechslungsreich gegessen bzw. getrunken werden.
Eine gute Regel ist „5-am-Tag“, d.h. jeden Tag sollte man 5 Portionen Obst und Gemüse essen, wobei eine Portion etwa die Menge ist, die in eine Hand geht.zum Beispiel: : Morgens ein Glas frischgepressten Orangen-, Grapefruit- oder anderen frischen Obstsaft zum Frühstück; Müsli, andere Getreideflocken und Joghurt / Milch (fettarm) oder Vollkornbrot.
 
Mittags als Vorspeise einen gemischten Salat; immer Gemüse (oder ein Gemüsegericht); als Nachtisch eine Frucht, Stück Obst oder Fruchtsalat.
Abends eine Portion Salat (Blattsalat, Gemüse, Hülsenfrüchte), Tomaten, Kohlrabi, usw. zum Vollkornbrot oder anderem Essen.
Vormittags und nachmittags bei Bedarf Obst (alle Sorten von Früchten wechselnd und saisonal essen) oder frische Karotten etc. oder Vollkornbrot, Knäckebrot, z. B. mit Marmelade (ohne Fettaufstrich) oder Müsli mit fettarmem Joghurt.
Wichtig ist, ein normales Gewicht zu erreichen und zu halten. Nach Operationen, Strahlen-oder Chemotherapie sollte sich der Organismus langsam an die Vollwerternährung gewöhnen. In diesem Stadium können Obst und Gemüse gedünstet werden, nach starker Gewichtabnahme dürfen es auch mehr Nahrungsmittel aus der Gruppe 3 sein und ruhig
mal eine extra Portion Butter oder Sahne. Wichtig ist das Weglassen von Süßigkeiten, Fettgebackenem, Speiseeis und gesüßten Getränken, sie rauben wertvolle Vitamine und säuern den Organismus an, so dass die gesunden Zellen sich nicht erholen können. Auch die Lebensmittel aus Gruppe 6 belasten den Organismus und sollten nur wenig verzehrt werden. Bei Übergewicht braucht man nicht zu hungern: es können praktisch unbegrenzt die Nahrungsmittel aus den Gruppen 1 und 2 gegessen werden. Und natürlich so viel Bewegung wie möglich an der frischen Luft!
 
Allgemeine Ernährungsempfehlungen aus 7 wesentlichen Nahrungsgruppen
Ein geregelter Essensrhythmus ist wichtig für die ausgeglichene Energieversorgung des Organismus. Drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten sind ideal. Die Kombination von Nahrungsmitteln aus den verschiedenen Gruppen sorgt dafür, dass die wichtigen Inhaltsstoffe besser verwertet werden, z. B. wird das pflanzliche Eisen besser aus Getreide aufgenommen, wenn es mit Vitamin C- haltigen Nahrungsmitteln, also Obst oder Gemüse, gegessen wird. Oder das Vitamin A aus der Möhre, wenn Pflanzenfett hinzugefügt wird.
 

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Hinweis
Prof. Dr. med. Ingrid Gerhard ist auf Naturheilkunde und Umweltmedizin spezialisierte Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Bis zum Beginn der Tätigkeit als freiberufliche Autorin (über 300 Publikationen) und Referentin (Frauenheilkunde, Komplementäre Heilmethoden und Umweltmedizin) war sie an der Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg tätig, wo sie die Ambulanz für Naturheilkunde der Gynäkologischen Endokrinologie und Reproduktionsmedizin leitete
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